Aus der Zeitschrift Bike Ausgabe Juni 1999
"Bike setzte verdeckte Ermittler mit Lizenz zum
Werkstatt- und Beratungs-Check auf zwölf Läden
in vier deutschen Städten an"
Shop und Beratung:
Erster Eindruck, wenn man sich dem Laden nähert:
Fahrräder en masse. Auf den zweiten Blick erkennt man
hauptsächlich "normale" Zweiräder, nur wenige Mountainbikes der
1500-Mark-Klasse. Man macht bei Radschlag keinen Hehl daraus,
eben ein Fachgeschäft für Reise-, Trecking und Cityräder zu sein.
Warum auch, denn das macht der Laden wirklich gut. Und wer ein
Mittelklassebike sucht, sollte hier unbedingt einmal reinschauen.
Schon die Auswahl an Anbauteilen wie Gepäckträger oder
Schutzblechen ist beeindruckend. Keine Spur von Arroganz beim
Personal, der Verkäufer kannte sich sogar mit Fullies recht gut aus.
Schade eigentlich, daß diese Spezies nur auf Bestellung verkauft wird.
Werkstattleistung:
Um es gleich vorweg zu nehmen, die Reparatur-leistung konnte
auf der ganzen Linie überzeugen. Mit schwäbischer Gründ-lichkeit wird ein
Terminbuch geführt, es existiert sogar eine Kundenkartei. Die Werkstatt
schreckt vor keiner Reparatur zurück. Selbst das altbekannte "Oma-Rad"
aus den Sechzigern wird hier noch gerne zentriert. Aber wer jetzt denkt,
die kennen sich nicht mit richtigen Mountainbikes aus, wird eines besseren
belehrt: Bis auf den nicht kontrollierten Luftdruck hatte der Mechaniker alle
Mängel behoben. Und damit nicht genug. Hier bekam der Kunde erstmals
eine abgehakte Checkliste, wodurch die Inspektion auch nachvollziehbar
wurde. So sollte es sein.
Fazit:
Der Radschlag ist eben ein ganz normaler Fahrradladen.
Punkt. Klar, wer ein High-Tech-Fully sucht, ist hier an der falschen Adresse,
aber gibt es nicht noch genügend andere Biker? Die Werkstatt hat zwar ihren
Preis (156 Mark für die Inspektion), aber sie ist auch jede Mark davon wert.
Nicht beseitigte Mängel: Luftdruck
Werkstatt: 32 Punkte sehr gut
Beratung: gut
© by Delius Klasing Verlag
Zeitschrift Bike 6/99
Präsentation der Wanderer Fahrräder
1998 im Frühling war es soweit - die Wiedergeburt der legendären Wanderer Räder, von uns im Rahmen einer Vernissage präsentiert.
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung war dabei.
Wir zitieren aus dem Artikel vom 14.April 1998. Die FAZ gestattet leider aus
urheberrechtlichen Gründen nicht den vollständigen Abdruck dieses Artikels von
Hans-Heinrich Pardey, der sich wie immer durch größten Sachverstand und exquisiten
Humor auszeichnet. Überhaupt sehr empfehlenswert die Dienstagsausgabe der FAZ
wegen der Technikbeilage.
Aus der FAZ 14.04.1998
Wanderer, kommst du nach Frankfurt
Edle Präsentation von edlen Fahrrädern
- eine Vernissage
"Der Himmel begleitete die Vernissage im Frankfurter Nordend mit mächtigen Donnerschlägen.
Auf den Einladungen hatte zwar nicht gestanden "Der Künstler ist anwesend", aber es war doch so.
Es gab Beethoven, gestrichen, nicht gekratzt, dazu Sekt, Selters, 0-Saft und Häppchen.
Die Exponate durften angefaßt werden, vorausgesetzt, es gelang, sich durch die
Hundertschaft der Gäste zu den angestrahlten Beauties durchzuzwängen...
...Auf der wahrscheinlich ersten "Fahrrad- Vernissage" überhaupt präsentierten im Stil einer
Galerie-Eröffnung der Versender Manufactum und der Fahrradladen "Radschlag" die neuen
Wanderer-Räder. Der Ort dieser Premiere hatte seinen Grund: Die Britin Janice Tyrer war es,
die mit ihrer Kritik an früheren Fahrrad-Angeboten von Manufactum das Wanderer- Projekt mit in
Gang gesetzt hat.
Und sie ist als Frankfurts bekanntester Fahrrad-händler weiblichen Geschlechts
einer der Geschäftsführer des "Radschlag"...
...Nun, muß man folgendes wissen: Der "Radschlag" ist ein strikt zu empfehlendes
Fahrradgeschäft. Diesem Laden sieht man es zwar heute nicht mehr an, aber er wurzelt in den
Zeiten, als Radfahren eine Alternativbewegung war. Damals radelte man beim "Radschlag"
vorbei - um zu erfahren, daß die Werkstatt überlastet sei. Aber man durfte sich ein Mittel zur
Selbsthilfe erbitten. Dann tönte eine gelangweilte weibliche Stimme in ein von einem unbeschreiblichen
Durcheinander erfüllte Tiefe des Raums: "He, gib dem Kerl hier mal die Steuersatzschlüssel,
bei dem ist die Kopfschraube locker..."
Hans Heinrich Pardey
