Ja, was fragen uns unsere Kunden am häufigsten?

Nicht, wie man nach der Lektüre der einschlägigen
Zeitschriften annehmen möchte, nach dem genauen
Unterschied zwischen dem Vielzahninnenlager für die
neuen Hollowtech LX Kurbeln und dem für XTR
(könnten wir aber auch beantworten).
Nein sondern...
Muss ich meine Kette pflegen?
Aber, ja.
Wie soll ich sie am besten pflegen?
Gute Frage.
Über Kettenpflege ist bestimmt mehr geschrieben
worden als zu jedem anderen Thema. Es gibt dicke
Öle, dünne Öle, Fette und sogar neuerdings Spritzen.
Unsere Meinung:
Hauptsache Sie nehmen irgendein halbwegs brauchbares
Produkt - aber NICHT Nähmaschinenöl - und benutzen
es sehr sparsam und sehr häufig.
Warum?

Nur ein ständig vorhandener Schmierfilm erfüllt die
Funktion der Schmierung. Dies ist schwierig zu
erreichen. Auf gar keinen Fall sollten Sie Ihre Kette
erst dann schmieren, wenn sie quietscht oder gar rostig
ist. Dann ist die Kette schon hinüber.
Wie mache ich das?
Als erstes die Kette mit einem trockenen Lappen
kräftig

abreiben damit der Schmutz runtergeht. Und
danach auf jedes Glied etwa einen kleinen Tropfen Öl
geben. Bei einem Kettenschaltungsfahrrad können
Sie dazu einfach die Kurbel rückwärts drehen und mit
der anderen Hand etwas Öl dabei auf die Kette tropfen
lassen.
Wie lange hält eine Kette?
Haben Sie ein Fahrrad mit Nabenschaltung?
Ja. Sehr lange.
Vergessen Sie es.
Haben Sie ein Rad mit Kettenschaltung?
Dann müssen Sie sich etwas zum Thema Verschleiß
anhören.
Die Kette ist ein Verschleißteil. Die Firma Shimano
empfiehlt, daß eine Kette zwischen 1500 und 2000 Km
hält. Nicht 10 Jahre, wie Sie vielleicht glauben. Irgendwo
dazwischen wird die Stunde Ihrer Kette schlagen. Es ist
unabwendbar.
Mit der Zeit längt sich die Kette, die Abstände zwischen
den einzelnen Bolzen verändern sich.
Ergebnis? Die Kette passt nicht mehr richtig auf die
Zahnräder und sollte zu diesem Zeitpunkt ausgetauscht
werden. Ca. bei 1000 km Zeitpunkt A (kann man z.B mit
dem Rohloff Caliber messen).
Was passiert, wenn ich die Kette dann nicht austausche?
Zunächst gar nichts.
Sie brauchen nicht zu befürchten, daß gleich die Kette
reißen wird. Allerdings,
der Verschleiß geht weiter- die Ritzel hinten, vorne die
Kettenblätter und als letztes das Schaltwerk.
Irgendwann geht gar nichts mehr:
die Schaltung funktioniert nicht mehr richtig.
die Kette fängt an über die Ritzel zu rutschen - was
gefährlich ist! (Zeitpunkt B)
Sportler und Reiseradfahrer können sich überlegen zum
Zeitpunkt A zu wechseln.
Alltagsfahrer wechseln in der Regel die Kette zum
Zeitpunkt B.
Sie müssen damit rechnen, daß sie Kette und Kassette
(Ritzelpaket) zusammen austauschen müssen. Schauen
Sie sich ihre Bremschuhe und Hinterradreifen bei dieser
Gelegenheit an. Nach unserer Erfahrung sind sie oft zum
gleichen Zeitpunkt verschlissen.
Wer mehr wissen will:
Woher weiß ich, welchen Reifen oder Schlauch ich
brauche?
Die Größe steht auf der Seite von jedem Reifen
- die
Nummern abschreiben, mitbringen, wir wissen es dann
bestimmt.
Als mündiger Bürger möchten Sie mehr wissen?
Vor etwa 20 Jahren hat die Fahrradbranche etwas mehr
Ordnung in das Chaos der Bezeichnungen bringen wollen
und hat die
ETRTO Bezeichnungen eingeführt. Sie sind
nachmessbare Grössen in mm.
Das heißt z.B. 28 Zoll, 622 und 700C bedeuten das
Gleiche.
Schläuche sind dehnbar.
Deswegen
passt
ein Schlauch zu verschiedenen Reifen.
Muss ich noch etwas wissen?
Leider, ja.
Welches Ventil brauchen Sie?
Es gibt drei,
Deutsch (dunlop)
Französisch (sclaverand) und
Auto (presta).
In der Regel sollten Sie ein Schlauch
mit dem gleichen Ventil wie Sie bis jetzt gehabt haben
nehmen, damit das Ventil durch das Felgenloch passt
und Sie keine Probleme mit Ihrer Pumpe bekommen.
Französische Ventile sind nämlich dünner.
Wie hart muss ich meinen Reifen aufpumpen?
Sehr hart.
Das fängt bei 3 Bar an.
Zum Vergleich. Beim
Auto hört es bei ca. 2 Bar auf.
Also brauchenSie einen Druckmesser.
Ansonsten geht es auch mit dem Daumen,
wenn Sie
einen festen Daumendruck haben!
Wohl deswegen verkaufen wir unwahrscheinlich viele
SKS Standpumpen mit Druckmesser.
Damit geht das
Pumpen kinderleicht.
Nach dem Pumpen, vor allem wenn der Reifen vorher
recht platt war, schauen Sie nach, ob der Reifen wirklich
auf beiden Seiten schön gleichmäßig sitzt.
Sonst kann der Reifen abspringen und Sie mit!
Warum ist der richtige Luftdruck so wichtig?

Ihr Fahrrad rollt wesentlich leichter.

Der Reifen hält länger.

Sie bekommen weniger Platten.

Sie schonen die Laufräder und

Ihre Felgen bleiben länger
rund.

Sie fahren deswegen sicherer.

Es kostet nichts!
P.S. Ein kleiner Nachteil hat es doch. Das Fahrrad ist
weniger komfortabel.
Dürfen wir Ihnen eine gefederte Sattelstütze

dazu
verkaufen?
Wir empfehlen:
Wieso ist mein Sattel so unbequem?
Die Stunde der Wahrheit?
Vielleicht sollten Sie sich von Ihrer Lieblingsjeans trennen? Nein?
Gut, dann kann natürlich auch der
Sattel zu hoch sein.
Oft ist nicht der Sattel an dem Problem schuld, sondern
es liegt an der Einstellung (wie so oft im Leben!).
Woher soll ich das wissen?
Jemand sollte hinter Ihnen fahren, während Sie in die
Pedale treten, und beobachten, ob Sie von Seite zu Seite
rutschen. Wenn ja, dann ist der Sattel zu hoch.

Aus dem Versuchslabor von Selle Royal
Die roten Stellen
stellen
den
Schmerzbereich dar.
Sie wissen natürlich, daß man jeden Sattel in der
horzontalen und der vertikalen Ebene verschieben kann.
Nein? Jetzt wissen Sie es.
Je nachdem brauchen Sie einen 13 er Maulschlüssel
oder einen 6er Inbusschlüssel, die Mühe lohnt sich.
Vielleicht müssen Sie sich zu weit nach vorne zum
Lenker strecken. Das verursacht Druckprobleme.
Wenn das alles nichts nutzt, brauchen sie einen neuen
Sattel.
Es gibt spezielle Frauensättel.
Sind sie empfehlenswert?
Frauen haben in der Regel einen breiteren
Knochenabstand als Männer und sitzen deswegen
bequemer auf einem breiteren Sattel. Aber nicht immer.
Der Verstellbereich beim Damensattel ist
konstruktionsbedingt immer kürzer als beim Herrensattel.
Deswegen ist eine optimale Einstellung nicht immer
gewährleistet.
Wir haben eine große Auswahl an
Damensätteln und wie bei allen Sätteln empfehlen wir:
Probieren Sie verschiedene aus.
Wie oft soll ich die Bremszüge wechseln?
Häufiger als Sie glauben.
Gegenüber früher halten Bremszüge besser. Sie gleiten
besser und sollten aus Nirosta sein, dann rosten sie nicht.
Trotzdem müssen sie unbedingt bei der Montage gefettet
werden und routinemässig ausgewechselt werden.
Wenn der Zug reißt, war es zu spät und
Sie riskieren Ihr
Leben.

Wem das zu viel ist, soll sich Gedanken machen über
die Montage von hydraulischen Bremsen von Magura.
Wie breche ich mir am leichtesten mein Genick?
Ehrlich gesagt hat das noch keiner gefragt, aber wir
wollen es trotzdem sagen.

Sie fahren mit einem Fahrrad, an dem der Vorbau -
das Ding vorne, wo der Lenker drin steckt - über die
Mindesteinstecktiefe herausgezogen ist.
Jeder Vorbau hat eine Markierung.
Überprüfen Sie das
an Ihrem Fahrrad.

Sie tauschen den Lenker oder die beschädigte Gabel
nach einem Sturz nicht aus.

Sie montieren den Schlauch am Vorderrad ohne die
nötige Sorgfalt z.B. Sie klemmen den Schlauch unter
dem Draht ein und er platzt während der Fahrt.
Alles andere überleben Sie.
Wieviele Flicken sind in einer Packung Flickzeug?
Wirklich mit Abstand die häufigste Frage.
Gott sei Dank können wir inzwischen sagen:
Steht drauf.
Wir möchten hier die Gelegenheit wahrnehmen,
darauf hinzuweisen, daß wir auch einzelne Flicken
in drei verschiedenen Größen jederzeit vorrätig haben.