Falträder – das Fahrrad der Zukunft
Wenn die Frankfurter Allgemeine einem Thema eine ganze Seite widmet,
dann können Sie sicher sein, dass es heiß ist. Am 31. Dezember 2007
war es so weit. In der Beilage „Technik und Motor“ unter dem Titel
„Und es passt doch ein Fahrrad in den ICE“ beschäftigen sich zwei Autoren,
Daniel Deckers und Hans-Heinrich Pardey, mit dem Thema ICE und Fahrradmobilität.
Denn wie Herr Deckers feststellt „“Ankunft Hauptbahnhof 19.25 Uhr,
Weiterfahrt mit dem Fahrrad 19.27 Uhr. So soll es sein.“
Für uns nichts Neues.
mit dem ICE nach Köln September 2007 vor dem Speisewagen
Sie beobachten richtig. Keine Hülle. Wie die ADFC Zeitschrift Radwelt in August berichtete
“Seit Mai 2007 können Falträder auch unverpackt als kostenloses Handgepäck mitgenommen werden“
(Achim Stauß, stellvertretender Sprecher Personenverkehr) Herr Deckers ist in seinem Artikel nicht
auf dem aktuellen Stand. Es änderte sich während seiner 6monatigen Erprobung eines Dahon MU XL im ICE.
Übrigens - er war begeistert von den Möglichkeiten. Der vollständige Artikel können Sie im FAZ Archiv lesen.
www.faz.net
Auf der Rückfahrt von der Eurobike
Wir geben zu: ein Gepäckwagen zwischendurch war beim Umsteigen durchaus angenehm. Nach einem langen,
ermüdenden Messteag war es aber herrlich mit dem Rad statt mit dem überfüllten Shuttle Bus in die Stadt
zu fahren. Von einem halbstündigen Fußmarsch zum Parkplatz gar nicht erst zu reden.
Vielleicht hat Herr Pardey Recht. „… sie hat gute Gründe, im ICE keine Fahrradmitnahme anzubieten.“
Das ist kontrovers. Zurzeit läuft eine Kampagne, damit die Bahn die Fahrradmitnahme im ICE ermöglicht. (
Stand Januar 2008) www.adfc.de Was sind die Alternativen? Langsamere ICE’s oder mehr Fahrradnutzung?
Das Faltrad stellt tatsächlich einen Ausweg. Neben der Nutzung der Leihrädern der Bahn, das Call a Bike Sytem.
www.callabike.de
Übrigens: Herr Deckers hat ein nicht gefedertes Faltrad erprobt. „.. die Fahreigenschaften eines Faltrades
unterscheiden sich konstruktionsbedingt nicht unerheblich von denen eines ausgewachsenen Reise- oder
Rennrades. ..erheblich nervöser als seine größeren Geschwister…“ Das entspricht dem allgemeinen
Vorbehalt (kleinrädrigen) Falträdern gegenüber. Das möchten wir nicht so stehen lassen.
Die Laufräder bei allen anderen Fahrzeugen sind im Laufe einer hundertjährigen Entwicklung kleiner
geworden. Beim Auto, beim Flugzeug, beim Motorrad. Gleichzeitig ist die Federung verbessert worden.
Und das ist eine wesentliche Bedingung für das gute Fahrverhalten. Federung kommt bei den meisten
Fahrrädern nach wie vor nur in der Form der Luftbereifung vor. Desto größer das Laufrad, desto besser die
Federung. Also ist der Vorurteil so unbegründet nicht. Allerdings spielt noch der Gedanke „ich will doch kein Kinderrad“
auch eine Rolle. Kinder-Autos gibt es nicht, sonst wäre das erste Mini in den 1960’s nicht so ein durchschlagender
Erfolg gewesen. Der Ingenieur Alex Moulton entwickelte die Federung für das erste Austin Mini in 1961. Danach stellte er
1962 der erstaunten Öffentlichkeit das Moulton Fahrrad vor. Mit 16“ Rädern und …. vollgefedert! Nachdem ein Moulton mit
Rennlenker und mit einem sehr guten Fahrer auf der Strecke Cardiff/ London einen neuen Geschwindigkeitsrekord aufstellte,
begeisterten sich Tausende für das neue Fahrrad. Mini war schick. Wenig später konnte man das Moulton zerlegbar in zwei
Teilen kaufen .Nach dem Verkauf der Patentrechte an Raleigh wurde es so der Urahn der Klappräder der siebziger Jahre, die hier in Deutschland ihre Nutzer so enttäuschten, dass das Wort Klapprad einen so schlechten Beigeschmack bekam, dass die neuen Klappräder der letzten 20 Jahren umgetauft wurden, in Faltrad eben.
http://www.alexmoulton.co.uk/
http://www.alexmoulton.de/
Ein aufschlussreicher Film bei
3Sat
Gesehen in Schaan, Liechtenstein November 2007
Eine Haltestelle auf der Hauptdurchgangsstraße in Liechtenstein. Auf der einen Seite der Warteraum für die Passagiere, auf der anderen Seite der Parkraum für Velos. Warum gibt es keine solchen überzeugenden Lösungen bei uns?
Warum wohl? Liechtenstein hat natürlich keine Autofabriken. Aber zum Beispiel in Schaan – mit 3000 Einwohnern – die Firma Hilti, weltweit führender Hersteller Premiumwerkzeuge für die Arbeit der Profis auf Baustellen.
So haben Sie sich aber Liechtenstein nicht vorgestellt? Dann schauen Sie mal bei brand eins, die Wirtschaftszeitschrift, im Heft 12 Dezember 2007 im Archiv nach.
www.brandeins.de „Ratatazong! Die „Hilti“ ist der Rolls-Royce auf dem Bau. Nur innovativer.“
Warten auf dem ICE in Ulm
Wie sieht es aus, wenn wir zu dritt mit der Bahn von der Messe in Friedrichshafen nach Frankfurt zurückfahren?
Standesgemäß wie auf diesem Bild.
Ein Birdy, ein Brompton und ein Dahon, das neue 26“ Faltrad.
Geht das? Aber ja! Neuerdings braucht man sogar nicht mehr zwingend eine Hülle bei der Mitnahme im Zug. Und natürlich keine Fahrradkarte bei Falträdern.
Gesehen in unserer Werkstatt Mai 2006
Um das Vorderrad bei der Erstmontage eines neuen Fahrrades zu zentrieren,
haben wir Reifen und Schlauch demontiert. Wie der Laie auch erkennen kann,
passen Schlauch und Reifen nicht zu einander. Warum der Hersteller das nicht erkannte,
ist sein Geheimnis. Er hat einige andere Sachen auch nicht erkannt.
Diese Fahrradmarke führen wir nicht mehr.
Einkaufen mit dem Fahrrad
Mein Sylvestereinkauf.
Als Fahrradhändlerin den Großeinkauf mit einem Brompton erledigen zu wollen ist vielleicht ein wenig pervers.
Aber es ging!
Gesehen vorm Kölner Hauptbahnhof in März 2006
Hier ist deutlich zu erkennen, daß der Zusammenspiel zwischen den Verkehrsträgern Bahn und Fahrrad noch nicht perfekt funktioniert. Schade.
Gesehen bei uns im Geschäft
Radfahren mit Kindern macht Spaß.
Aber bitte so nicht wie in diesem Bild.
Kindersitze dürfen nicht
an der Sattelstütze befestigt werden.
Wirklich nicht, es könnte sonst gefährlich werden.
Mit Schrecken haben wir immer wieder in letzter Zeit Kindersitze gesehen,
die an der Sattelstütze montiert wurden. Damit hat
weder der Hersteller des Fahrrades noch der Sattelstütze
gerechnet. Die Stütze, oder der Rahmen gar, könnte brechen
und dann liegt das Kind auf der Straße.Das Bild ist nicht gestellt.
So wurde das Fahrrad bei uns zur Reparatur abgeben.
Unsere Bitte:
Machen Sie es nicht so. es gibt bestimmt eine andere Lösung.
Falls Sie einen Kindersitz so montiert bei einem anderen Radfahrer
sehen, sprechen Sie ihn oder sie an.
Gesehen mitten in Bornheim
Warum, wieso wußten wir auch nicht. War ein Künstler am Werk? Oder eher die städtischen Reinigungsbetriebe?
Fahrrad und Natur - mal anders.